Was ist Brustkrebs?
In der Schweiz erkranken jährlich 6860 Frauen und 60 Männer an Brustkrebs. Meistens entsteht der Krebs im Drüsengewebe, in den Milchgängen oder Drüsenläppchen der Brust. Diese Krebsart ist bei Frauen die häufigste Form. Obwohl das Risiko ab dem 50. Lebensjahr deutlich ansteigt, betrifft es auch jüngere Frauen. Früh erkannt ist die Behandlung oft einfacher und erfolgreicher. (Video: Brustkrebs kurz erklärt)
Früherkennung ist wichtig
Da dem Brustkrebs nicht vorgebeugt werden kann, ist die Früherkennung sehr wichtig. Wird der Brustkrebs früh entdeckt und behandelt, ist die Überlebenschance besser. Die Krebsliga empfiehlt die Früherkennung von Brustkrebs durch Mammografien bei gesunden Frauen ab 50 Jahren. Denn die Selbstuntersuchung der Brust ist zwar eine einfache und wichtige Methode, um Veränderungen der Brust wahrzunehmen. Aber: Sie ist kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung oder Mammografie.
Bei einer erblichen Veranlagung ist eine regelmässige Untersuchung beim Facharzt empfohlen. Dies tritt ein, wenn eine oder mehrere enge Verwandte von Brustkrebs betroffen waren (Mutter, Schwester, Tochter, seltener Vater oder Bruder).
Brustkrebs-Screening Programm
In einem Screening-Programm wird die Zielgruppe regelmässig eingeladen, eine Untersuchung zur Krebsfrüherkennung durchzuführen. Wird eine Früherkennungsuntersuchung im Rahmen eines Programms durchgeführt, ist sie von der Franchise befreit und wird mit Ausnahme des Selbstbehalts von der Grundversicherung bezahlt.
In einigen Kantonen werden Screening-Programme zur Früherkennung von Brustkrebs angeboten. In der Zentralschweiz seit Juli 2026 vom Kanton Luzern.
Brustkrebs kann man nicht verhindern, aber frühzeitig entdecken. Wenn Brustkrebs früh erkannt wird, ist die Behandlung oft weniger belastend und die Heilungschancen sind besser. Das bedeutet für die betroffenen Frauen oft weniger Nebenwirkungen und eine höhere Lebensqualität.
Die Mammografie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust, mit der selbst sehr kleine Veränderungen erkannt werden können – oft bevor Beschwerden auftreten oder ein Knoten tastbar ist. Wird Brustkrebs früh entdeckt, sind die Behandlungsmöglichkeiten häufig schonender und die Heilungschancen deutlich besser.
Die Brustkrebsvorsorge führt zu:
- weniger Todesfällen durch Brustkrebs,
- schonenderen Behandlungen dank früher Diagnose,
- besserer Lebensqualität für betroffene Frauen.
Die meisten der betroffenen Frauen sind älter als 50 Jahre. Deshalb konzentriert sich das Brustkrebsvorsorgeprogramm auf diese Altersgruppe.
Unabhängig von unterstützten Screening-Programmen in den Kantonen kann eine Untersuchung auf eigene Initiative durchgeführt werden. Die obligatorische Grundversicherung übernimmt die Kosten für Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen bei Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren. Die Franchise und der Selbstbehalt gehen dabei zulasten der Versicherten, sofern Sie Ihre Franchise im aktuellen Jahr noch nicht ausgeschöpft haben.